David zeichnet, seit dem er einen Stift halten kann. Ein gewisses Talent war schon immer da. Mit einer Ausbildung zum Gestaltungstechniker hat er es zum Beruf gemacht. Er designt seit 2010 als Freelancer für verschiedene Marken. Wir haben mit ihm über den Dächern der Stadt gesprochen.

David, was bedeutet eigentlich kgullholmen?

Der Name stammt noch aus Studienzeiten. Ich hatte damals eine Band mit nem Kumpel. Um interessanter zu wirken, haben wir so getan, als wären wir aus Schweden. Der Name ist einfach aus diversen Artikeln eines bekannten Möbelkataloges zusammengestückelt.

Wie bist du auf die Idee zum Comicflitzer-Design gekommen?

Ich wollte etwas, das die Leute sofort als Comic erkennen, aber ohne den Originalen zu nahe zu treten. Einige Sachen sind trotzdem „typisch Superhelden-Comic“. So wie der Umhang, das versteckte Kostüm unterm Hemd oder das Leuchtsignal am Himmel. Der Slogan „Held, wo du willst!“ passt da natürlich besser als jeder Spandex-Anzug.

Was waren die besonderen Herausforderungen beim Entwurf?

Normalerweise arbeite ich auf viereckigen und vor allem zweidimensionalen Flächen. Ein Auto war da eine neue Herausforderung. Denn am Ende sieht der Entwurf nur gut aus, wenn er auch mit dem Fahrzeugdesign harmoniert. Bei Scheiben, Beleuchtung, Türgriffen und Stoßstangen gibt es schon einige Ecken und Enden, die man geschickt mit einbinden muss. Und die Verkehrstüchtigkeit muss ja auch beachtet werden. Es war trotzdem ein rasanter kreativer Prozess, der viel Spaß gemacht hat.

Der comicflitzer steht auf dem Parkhausdach am Hauptbahnhof Leipzig

Und warum ist das Völkerschlachtdenkmal mit drauf?

Das Völki ist so ein bisschen unser Wahrzeichen. Es ist monumental, schon von der Autobahn aus sichtbar und irgendwie das erste, was mir zu Leipzig einfällt. Früher war es fast das einzige, was ich aus meinem Küchenfenster heraus sehen konnte. Mittlerweile wohne ich im Norden der Stadt und da sehe ich das Völki trotz Panoramablick leider nicht mehr.

Bist du selbst schon cityflitzer-Kunde?

Noch nicht, denn ich bin in erster Linie Radfahrer. Leipzig bietet sich dafür super an, alles schön flach und viele Wege durchs Grüne. Ich weiß jetzt allerdings was ich tun muss, wenn ich tatsächlich mal ein Auto brauche. Sei es für den Kundenbesuch oder für einen größeren Einkauf. Autos von Freunden borgen ist halt immer so ne Sache. Die Gegenleistungen reichen von „Küche malern“ bis „während der Urlaubszeit den Garten wässern gehen“. Dann lieber „Held, wo du willst!“

Danke für das Interview, David. Und natürlich danke für den Comicflitzer!

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